Provotypes – Provokative Prototypen | Studio Class New Media Wintersemester 2012

Der Designer als Provokateur – Provokation zur Kommunikation
 
Der Begriff des Provotypen steht für provokative Prototypen, die dazu eingesetzt werden, undefinierte, offenen Fragestellungen beispielsweise in Innovations- oder Forschungsprojekten zu präzisieren. Die Provotypen sollen helfen zu verstehen, wie Menschen mit Phänomenen umgehen, die sie vorher nicht hinterfragt haben – indem man sie mit Phänomenen konfrontiert, die neue Erfahrungen bedeuten und ihnen dafür mögliche Werkzeuge zur Interaktion zur Verfügung stellt. Im Unterschied zu anderen Methoden, die die persönliche Sicht des Menschen auf zukünftige Fragestellungen untersuchen, ermöglicht der Provotype eine konkrete und interaktive Auseinandersetzung. Der Unterschied zum Design-Prototypen besteht darin, das hier ungewöhnliche, provozierende Funktionen gesucht werden, die nicht für konkrete Märkte umsetzbar sein müssen sondern eher zukünftige Forschungsfelder aufzeigen. Der Begriff des Provotyping wurde von Preben Mogensen in seinem Paper „TOWARDS A PROVOTYPING APPROACH IN SYSTEMS DEVELOPMENT” 1992 entwickelt.


Quantified Self – Die Vermessung des Ich | Studio Class New Media Wintersemester 2011/12

Blutdruck, Gewicht, Training, Schlaf, Stimmung, konsumierte Nahrung, Sex: Es gibt kaum eine Aktivität oder Körperfunktion, für die sich die Anhänger der Quantified-Self-Bewegung nicht interessieren. Ihr ganzes Leben fassen sie in Zahlen, Statistiken. Lassen es von Geräten erfassen, laden Updates online hoch. Die totale Selbstkontrolle. Die mit kommerziellen Geräten erfassten persönlichen Daten werden ohne Bedenken geteilt oder der Community zur Verfügung gestellt.

Dieser Trend der Selbstvermessung – der mit dem Stichwort „Quantified self“ eine ganze gesellschaftliche Bewegung beschreibt – soll in dem Semesterthema diskutiert und auch kritisch reflektiert werden. Ziel ist es, mit eigenen Projekten die Selbstvermessung zu hinterfragen bzw. andere Ausprägungen zu geben.
 
-> Präsentation auf der re:publica 2012

-> Video zum Hybrid Symposium am 11. Mai 2012 zum Thema „Digitale Selbstvermessung“, auf dem die Projekte vorgestellt werden

Digitale Werkzeuge für Gestalter | Studio Class New Media Sommersemester 2011

Welche Werkzeuge nutzen Gestalter heute in Zeiten von Rapid Prototyping und Co-Working-Spaces? Welche Werkzeuge fehlen oder müssen verbessert werden? Im Projekt werden aktuelle Werkzeuge und die damit verbundenen Designprozesse analysiert und diskutiert: Wie sieht die „Werkstatt” eines Designers und der dazugehörige Gestaltungsprozess heute aus und wie werden sie in Zukunft sein? Auf dieser Basis werden Konzepte für neue digitale Werkzeuge entwickelt und diese prototypisch realisiert. Die Werkzeuge können dabei konkrete Gestaltungswerkzeuge für Kommunikationsprojekte und Visualisierungen sein, aber auch Tools zur Dokumentation und Kommunikation innerhalb von Designprozessen.